Galerie Grewenig zeigt Einblicke und Ausblicke

Einblicke Ausblicke ist der Titel der heute eröffneten Ausstellung in der Galerie Grewenig in Heidelberg.

Zu entdecken sind Werke der Künstler:

Fabrizio Boffelli, Vera Bonsen, Peter Braun, Clapeko van der Heide, Helmut Dirnaichner, Rainer Dorwardt, Oldrich Eichler, Tom Feritsch, Mitsuko Hoshino, Vladimir Komarek, Dora Maurer, Vera Molnar, H. Peter Münch, Dietmar Nissen, Lynn Schoene, Jan Soucek, Walter Stallwitz.

Ausstellungsdauer:
16. Februar bis 17. März 2018
Galerie Grewenig

Martin Pescatore ist ein Werk von Helmut Dirnaichner aus dem Jahr 2006, dem Eisvogel gewidmet und mit Lapislazuli und Zellulose geschöpft.
„Martin Pescatore“, 2006. Aus dem Zyklus „Uccelli“.
Lapislazuli, Azurit, Sodalith, Zellulose; 25 x 18 cm

Vedere l’invisibile

Lukrez 1417-2017:
letture contemporanee del De rerum natura – die zeitgenössische Sicht auf sein „De rerum natura“.
600 Jahre nach der Wiederentdeckung von Lukrez beleuchten ein 2-tägiges Symposium und eine Reihe von Vorlesungen internationaler Wissenschaftler die Aktualität des De rerum natura.

600 Jahre nach der Wiederentdeckung des De rerum natura von Lukrez beleuchten Symposium und Ausstellung an der Universität Bologna seine Aktualität
Ausstellung zum Symposium in Bologna

In seinen Amerikanischen Vorlesungen hat Italo Calvino 1985 kurz vor seinem Tod geschrieben:
»Das De rerum natura von Lukrez ist die erste große Dichtung, in der das Erkennen von Welt Auflösung ihres festen Gefüges bedeutet, Wahrnehmung von dem, was unendlich klein, beweglich und leicht ist …
Die Poesie des Unsichtbaren, die Poesie der unendlichen, nicht voraussehbaren Potentialitäten, entsteht, ebenso wie die Poesie des Nichts, durch einen Dichter, der an der Körperlichkeit der Welt nicht zweifelt.«
Italo Calvino, Lezioni americane. Sei proposte per il prossimo millennio, Mailand 1988;
deutsch: Amerikanische Vorlesungen. Sechs Vorschläge für das nächste Jahrtausend

In ihrem Bologneser Vortrag „Lucrezio e Italo Calvino: dalla fase combinatoria alle Lezioni americane“ behandelt Elenea Nicoli ausführlich Calvinos Beziehung zu Lukrez, ganz besonders im Hinblick auf den Begriff der Leichtigkeit.

Wie lebt Lukrez in Dichtung und bildender Kunst heute fort?

Vedere l’invisibile. Lucrezio nell’Arte Contemporanea
21. November 2017 bis 14. Januar 2018
Dese Frage stellt sich die Ausstellung: „Das Unsichtbare sehen – Lukrez in der zeitgenössischen Kunst“ in den Räumen der Biblioteca Universitaria von Bologna und des Museo di Palazzo Poggi, die die Rezeption von Lukrez in zeitgenössischer Kunst und Wahrnehmung aufspürt.

Tre opere per Titus Lucretius Caro ist ein Künstlerbuch von Helmut Dirnaichner aus dem Jahr 2011, herausgegeben von Alina Kalczynska.
Tre opere per Titus Lucretius Caro, 2011.
Künstlerbuch hg. von Alina Kalczynska, 30x28cm. Detail: Lapislazuli, Zellulose.

Für die Kuratoren der Ausstellung sind es die Bilder und Metaphern, mit denen Lukrez die Grundzüge der Philosophie Epikurs vermittelt, die mit innovativer Kraft auf Dichter und Künstler gewirkt haben. Sie haben Nachdichtungen, Künstlerbücher, Skulpturen und Installationen angeregt, in denen das Poem von Lukrez auf unterschiedliche Weise präsent ist.
Vom Erstdruck des De rerum natura in Brescia, 1472/1473, von der ersten Übersetzung ins Italienische durch Alessandro Marchetti (um 1664-67), 1717 in London gedruckt, über die illustrierten Ausgaben, die in Italien, Frankreich, Russland und den USA im 20. Jahrhundert erschienen sind, über Nachdichtungen, Künstlerbücher, bis zu Skulpturen und Installationen sind Werke von Enrico Baj, Alik Cavaliere, Giulio Paolini, Massimo Kaufmann, Curt Asker, Tom Biby und Jonathan Fetter-Vorm, Giulia Napoleone und Helmut Dirnaichner zu sehen.

Dirnaichners Künstlerbuch „Tre opere. Per Titus Lucretius Caro“, hg. von Alina Kalczyńska, Mailand, All’Insegna del Pesce d’Oro, 2011 enthält drei Werke, „geschaffen mit Steinstaub, in der für Dirnaichner typischen Technik, die die Stofflichkeit der Natur spüren lässt“ (Pressemitteilung der Universität Bologna).

Link zur Ausstellung

Art Miami 2017

Auf der Art Miami 2017 bin ich durch die Galerie Renate Bender, München vertreten:

Art Miami 2017
5. bis 10. Dezember 2017
Galerie Renate Bender Stand #A329
Galerie Renate Bender

Malachit Azurit ist ein Werk von Helmut Dirnaichner präsentiert von Galerie Renate Bender auf der Art Miami 2017
„Malachit Azurit“, 2017
Malachit, Azurit, Zellulose; 21,5 x 24 x 4 cm.

The Art Miami Pavilion
One Miami Herald Plaza @ NE 14TH STREET
Downtown Miami
On Biscayne Bay between the Venetian & Macarthur Causeways
artmiami.com

Neuer Kunstverein Aschaffenburg

NEUER KUNSTVEREIN ASCHAFFENBURG e.V.,
Landingstr. 16, 63739 Aschaffenburg
NKV Aschaffenburg im KunstLANDing

papier = kunst 9

kuratiert von Elisabeth Claus und Heinz Bartkowski

24. September – 19. November 2017

Beteiligte Künstler: Christoph Dahlhausen, Helmut Dirnaichner, Katharina Fischborn, Christian Frosch, Sabine Jacobs, Irmtraud Klug-Berninger, Maren Ruben, Heike Weber, Tilmann Zahn.

Rezension von Christoph Schütte in Rhein-Main-Zeitung der FAZ, 20.10.2017 mit dem Titel:
Mach das Fenster auf, damit die Kunst tanzen kann

Die Materie beginnt zu schweben – in den Raum gemalt

Ausgangspunkt für meine Installation war die vorgefundene gußeiserne Säule in der Raummitte, mit einem angedeuteten Kapitell. Mithilfe eines Gestänges verwandle ich dieses stützende architektonische Element in das Zentrum einer schwebenden, sich durch Bewegung und Licht verändernden dynamischen Raumstruktur, wobei die Lanzetten als in die Luft gezeichnete Pinselstriche aufgefasst werden können.

Die große Installation im Neuen Kunstverein Aschaffenburg mit dem Titel »Lapislazuli, Vivianit, Zinnober« besteht aus 48 geschöpften Lanzett-Formen, die vermischt mit dem zerstoßenen Mineral (Lapislazuli, Vivianit, Malachit, Zinnober, Hämatit, Shungit), körperhaft sind. Der Stein verliert seine Schwere, verteilt auf das gesamte Blatt, bewegt sich und transformiert sich, wie ein Blatt im Winde, das in seiner Größe leicht erscheint, aber neben dem Schwerelosen auch die Schwere demonstriert. Die Zellulose bindet das Mineral und das Kristalline der Mineralien reflektiert das Licht, ein leichter Luftzug bringt alles in Bewegung.
Den Mittelpunkt bildet die gußeiserne Säule, die Stütze des Raums, die Blätter tanzen rundherum und verbinden sich mit dem Statischen und mit dem licht- und lufterfüllten Raum. Sie beschreiben eine imaginäre Säule mit einem Durchmesser von vier Metern, getragen und gestützt von einer wirklichen Säule. Eine bewegte, dynamische Skulptur, die der Beschauer als Ganzheit empfinden kann, indem er um sie herumgeht.

»das Blau fliegt
der Meteorit versinkt in dunkler Erde
unten liegt die Erde schwarz
das Blau tanzt weiter
vom Himmel losgelöst«

aus dem Gedicht »er tanzt im Wind…«
Helmut Dirnaichner 2011
Plakat zur Ausstellung papier = kunst 9, Neuer Kunstverein Aschaffenburg
Plakat zur Ausstellung papier = kunst 9, Neuer Kunstverein Aschaffenburg

Anknüpfend an die lange Tradition der Papierherstellung in Aschaffenburg bis nach dem 2. Weltkrieg widmet sich der NKV Aschaffenburg seit seiner Gründung dem Material Papier als eigenständigem Medium in der Kunst. Zum 9. Mal zeigen wir in der Reihe „papier = kunst“ innovative Positionen der Papierkunst. Die eingeladenen KünstlerInnen präsentieren skulpturale Objekte, Wandobjekte, Papier- und Scherenschnitte, Collagen, Verflechtungen und Rauminstallationen in den unterschiedlichsten Papiermaterialitäten.

BIANCO E NERO

Galleria Consadori
Via Brera 2
Mailand

Die differenzierte Farbigkeit von Schwarz erforscht Helmut Dirnaichner bei dem Werk Avorio Tormalina aus der Stofflichkeit heraus.
„Avorio Tormalina“, 2014
Gebranntes Elfenbein, Turmalin, Zellulose; 23 x 23 cm.

Bergkristall und Obsidian sind die Materien, mit denen Helmut Dirnaichner in diesem Werk die feinen Nuancen von Weiß erforscht.
„Cristallo di rocca Ossidiana“, 2016
Bergkristall, Obsidian, Zellulose auf Holz; 37,5 x 37,5 cm.

Die Galleria Anna Maria Consadori in Mailand widmet die Saisoneröffnung dem Farbenpaar
BIANCO E NERO, Weiß und Schwarz.

Eröffnung am 14. September 2017
Ausstellung vom 15. September – 21. Oktober 2017

Ausgewählte Bilder, Skulpturen, Fotografien und Designobjekte reflektieren das Ausstellungsthema, das Gegensätzliche und Kontrastierende, die zarten Reliefs und klaren Konturen, die strengen Akzente und differenzierten Variationen von Licht und Schatten, als Forte und Pianissimo im räumlichen Zusammenspiel.

Helmut Dirnaichner ist daran mit den Arbeiten Avorio Tormalina, 2014 und Cristallo di Rocca Ossidiana, 2016 beteiligt. Die verschiedenen Materien mit unterschiedlicher Oberfläche, Struktur und Körnung, die Nuançen von Weiß und das Glitzern vom schwarzen Turmalin erforschen BIANCO E NERO aus der Stofflichkeit heraus.

Galleria Anna Maria Consadori

Beteiligte Künstler:
Carla Accardi; Agostino Bonalumi; Enrico Castellani; Paolo De Cuarto; Helmut Dirnaichner; Agostino Ferrari; Franco Grignani; Richard Hambleton; Damien Hirst; Jannis Kounellis; Pavel Mansuroff; Armando Marrocco; François Morellet; Bruno Munari; Matteo Naggi; Daniela Nenciulescu; Tullio Pericoli; Marco Petrus; Pablo Picasso; Man Ray; Gerhard Richter; Angelo Savelli; Paolo Schiavocampo; Giuseppe Spagnulo; Clino Trini Castelli; Luigi Veronesi; Renato Volpini

Design:
Angelo Brotto; Beppe De Giuli; Tom Dixon; Fontana Arte; Vittorio Gregotti; Vico Magistretti; Enzo Mari; Willy Rizzo; Giotto Stoppino; Carla Venosta

Fotografie:
Valentina Angeloni; Matteo Cirenei; Mario Crimella; William H. Short

Pietre Terra e Luce in Presicce

Pietre Terra e Luce
aus Anlass von
Insediamenti: Medusa Art & Craft
Presicce, ex Convento „degli Angeli“
27. Juli – 6. August 2017

Medusa Art & Craft veranstaltet im salentinischen Presicce unter dem Motto Insediamenti den Design-Wettbewerb 2017.

Auf Einladung der Associazione Noùs und kuratiert von Ada Martella stelle ich begleitend dazu im ehemaligen Kloster Convento degli Angeli einen eigens dafür konzipierten Werkzyklus aus und zeige das Video „Helmut Dirnaichner, Freskomalerei Lapislazuli“ von Michael James Daniele.
Pietre Terra e Luce, so der Ausstellungstitel – denn meine Materie besteht aus Stein, Erde und Licht, deren Zusammenspiel in meinen künstlerischen Arbeiten sichtbar wird.

Die Farben der Renaissance, die ich seit den 1980er Jahren wieder entdecke und in ein zeitgenössisches Kunstwerk aufnehme, treten in einen Dialog mit den Fresken des Konvents aus dem 16. Jahrhundert mit ihren Erdfarben und ihrer Geschichte.

Die Veranstaltung wird begleitet durch Workshops von Giovanna Castiglioni, Vizepräsidentin der Fondazione Achille Castiglioni, Mailand, und des Architekten Toti Semerano sowie der Vorführung des Films von Ulrike Voswinckel über meine künstlerische Arbeit, „Il Blu dalla Terra“.


associazione nous

facebook nous associazione

Fondazione Achille Castiglioni

Members please

Ich freue mich über die Einladung zur Ausstellung

MEMBERS PLEASE
Verein für aktuelle Kunst/Ruhrgebiet e.V.
Zentrum Altenberg
Oberhausen
16.7. – 20.8.2017

Die 3. Ausstellung des Jahres 2017 im Verein für aktuelle Kunst/Ruhrgebiet e.V. (VfaKR) ist eine besondere. In ihr wird aufgezeigt, welches besondere Potential im VfaKR „beheimatet“ ist – entweder aufgrund der teilnehmenden Künstlerinnen/Künstler oder wegen der Mitglieder, die in ihren Sammlungen über Werke verfügen, die dem  Ausstellungskontext des Vereins entsprechen. Insgesamt 25 namhafte nationale und internationale Künstlerinnen/Künstler werden mit Werken der ’neo-konkreten‘ Kunst vertreten sein:

Engelbert Becker, Stefanie Bornemann, Susanne Cirkel, Max Cole, Christoph Dahlhausen, Nikola Dimitrov, Helmut Dirnaichner, Günter Dohr, Marcia Hafif, Hartwig Kompa, Sabine Odensaß, Frank Piasta, Leopoldine Roux, Götz Sambale, Dirk Salz, Harald Schmitz-Schmelzer, Anke Schulte-Steinberg, Elisabeth Sonneck, Susanne Stähli, Anita Stöhr Weber, Peter Stohrer, Martina Urmersbach, Tinka von Hasselbach, Alexander Voß, Günter Walter.

Verein für aktuelle Kunst/Ruhrgebiet e.V.
Zentrum Altenberg
Hansastraße 20
46049 Oberhausen

Verein für aktuelle Kunst Ruhrgebiet e.V.

wo Farbe zuhause ist

Eine neue, reich bebilderte Monographie ist soeben im Verlag für moderne Kunst, Wien erschienen. Meine künstlerische Arbeit mit Farbe wird darin mit repräsentativen Werken und Texten der letzten 25 Jahre vorgestellt.

Helmut Dirnaichner, wo Farbe zuhause ist. Werkzyklen 1992-2017 erscheint im Verlag für moderne Kunst Wien 2017

Helmut Dirnaichner
wo Farbe zuhause ist
Werkzyklen 1992-2017

hg. von Christine Dirnaichner
mit Beiträgen von Susanne Thesing, Eugen Gomringer, Annette Meyer zu Eissen

Gestaltung: Karl-Achim Czemper

Hardcover, 176 Seiten
Verlag für moderne Kunst Wien, 2017
ISBN 978-3-903153-37-0

www.vfmk.org

www.vfmk.org/de/shop

Eine unverwechselbare Position innerhalb der zeitgenössischen Kunst, die Helmut Dirnaichner seit Jahrzehnten konsequent innehat. Mit Rauminstallationen, geschöpften Werken mit Erden aus Apulien, Spanien und Mexiko, Mobiles, Skulpturen, Aquarellen und Freskomalereien eröffnet das Buch einen einzigartigen Einblick in die Schaffensbreite des Künstlers.

Susanne Thesing schreibt in ihrem Beitrag »Dialog mit dem Stein«:
„Am Beginn seiner Arbeit steht das Sammeln von Erden und Mineralien. Die gefundenen und gesammelten Naturstoffe sind meist Bestandteile der Erdkruste. Sie sind durch geologische Prozesse fest und kristallin geworden, sie sind unterschiedlich fein bzw. grob kristallisiert. Im handwerklichen Prozess des manuellen Bearbeitens werden die Steine zunächst zerstört – zerschlagen und gerieben, »erleichtert«. Dieser Vorgang gleicht einer Aneignung und Durchdringung der Materie; Dirnaichner spricht davon, wie reich die Palette sinnlicher Erfahrungen beim Zerstoßen der Steine sein kann: immanente Farbabstufungen treten zum Vorschein, wechselnder Geruch, unterschiedliche taktile, ja auch auditive Wahrnehmungen bestimmen seinen »Dialog mit dem Stein«.
So kann zwischen dem Künstler und seinem Material eine besondere Beziehung erwachsen, die man vielleicht mit der Metapher »respektvolle Poesie« umschreiben kann“.

ein blauer Flügelschlag

Ein blauer Flügelschlag – Malerei, Objekt, Skulptur

Galerie Markt Bruckmühl
21. Mai bis 2. Juli 2017

Grenzgängertum der Malerei in den Raum

Der Titel der Ausstellung mit Werken von Helmut Dirnaichner – ein blauer Flügelschlag – ist hochpoetisch, aber auch sehr kennzeichnend, weil er ein zentrales Anliegen des Künstlers, Schweres in Leichtes zu verwandeln, in einem Wort erfasst.
Im Akt der Verwandlung bleibt die der Natur entnommene Materie als solche erhalten, wenn auch in einer veränderten Dichte. Die geometrisch umrissenen Träger der neuen Formen, ob Dreieck, Kreis, Ring oder Lanzette in Anlehnung an natürliche Formen wie die des Obstbaumes mit Krone, Astgabel und Schatten treten zurück gegenüber der Schönheit der zu ihrem eigentlichen Leuchten, zu ihrer eigentlichen Farbe, Körnigkeit, Sandigkeit und Mattheit gebrachten aufbereiteten Erde.
(…)
Er ist kein „Natur-Künstler“, schon gar kein naturalistischer Künstler. Ihn interessiert es vor allem, die Natur sichtbar und spürbar werden zu lassen im Kunstwerk, genauer: durch den Prozess des Transfers der Materialien der Natur in die der Kunst. Was er will, ist, aus dem Wachstum der Natur heraus die Quintessenzen zu destillieren und ihnen Gestalt zu verleihen.

Wenn man die aus vielen zerriebenen Mineralien in einen Rahmen gesetzten Werke von Dirnaichner als musikalische Notate lesen würde, wäre der Künstler sofort einverstanden. Denn Musik hat für ihn eine immense Bedeutung in seiner Kunst und in seinem Leben. Und wie der Musiker in seiner Performance mit dem Instrument (und noch viel mehr der Komponist) aus einem ewig sich verändernden Fluss Folgen von Augenblicken zu Melodien und Harmonien herausschält, so löst der bildende Künstler in Dirnaichners Kunstauffassung Zeitabschnitte aus den Speichern der Farbsteine und der Farberden heraus und verdichtet sie zu Augenblicken geronnener Vergangenheit und zu Materialien projizierter Zukunft.

Elmar Zorn
aus der Einführungsrede vom 21. Mai 2017

www.galerie-bruckmuehl.de

www.ovb-online.de

Das Gestein wird zur Farbe

Azurit Malachit Amazonit ist ein Werk von Helmut Dirnaichner aus dem Jahr 2008.
„Azurit Malachit Amazonit“, 2008
Azurit, Chrysokoll, Malachit, Türkis, Amazonit, Lapislazuli, Verdit, Sodalith, Zellulose; 60 x 50 cm.