Date Archives Mai 2018

Meteore

Ausstellung in der Galleria L’Osanna, Nardò / Lecce
10. Mai – 7. Juni 2018

Meine Installation in der Galleria L’Osanna kreist um das Thema Meteore.

Nero d'avorio Cinabro ist ein Werk von Helmut Dirnaichner aus dem Jahr 2018.
„Nero d’avorio“, 2018
Elfenbeinschwarz, Lapislazuli, Kobalt, Zinnober, Zellulose; 47×37 cm

Meteore als Sternschnuppen, ihr strahlendes Licht, das Leuchten der kosmischen Partikel, Meteore die Phänomene, die wir zwischen Himmel und Erde schwebend wahrnehmen, Wind, Regen, Regenbogen …
Schwebend die lanzettförmigen Elemente aus Mineralien und Zellulose, die die Erde nicht berühren und auf jeden Luftzug reagieren. Der schwere Stein verwandelt sich, wird, durch die Kunst, leicht. Die Teilchen fügen sich zusammen, springen von einem Feld ins andere, machen Licht und Raum und setzen sich in unserem Blick und unseren Gedanken nieder. Das Ganze beschreibt einen unendlichen Raum.

Das Gedicht, das mir Antonio Lupo vor einigen Jahren unter dem Titel „Tarantella“ gewidmet hat,
deutet auf meine heutige Sternschnuppe voraus:

Dalla originaria materia
si libera un canto in volo
danzano le forme
esultano i colori.
Fluttua l’armonia cosmica
dell’insieme in movimento
in un attimo vibrante d’eternità.
Antonio Lupo, 2014

Aus der Urmaterie befreit sich
ein Gesang, fliegt auf
die Formen tanzen
die Farben jubeln.
Als Ganzes ist es in Bewegung,
der Wellenschlag seiner kosmischen Harmonie,
ein Augenblick, in dem die Ewigkeit schwingt.
Antonio Lupo, 2014

aus dem Italienischen von Christine Dirnaichner
Helmut Dirnaichner zeigt die Installation Meteore aus dem Jahr 2018 in der Galleria L'Osanna in Nardò.
„Meteore“, 2018. 24-teilig, Lapislazuli, Zinnober, Jaspis, Gold, Zellulose, 250 x ø 98 cm.

Alberto Crespi schreibt über mich:
»In einer künstlerischen Auffassung, die so eng mit dem Naturgegebenen in seinem Substanzwerden verbunden ist, mit den mikroskopisch kleinen bis zu unermesslich großen Räumen, in denen Natur sich zeigt, mit der Zeit, die sich unendlich verwandeln kann, bewahrheitet sich eine große Achtung vor der Materie. Behutsam gestaltet er die jeweiligen Orte einer Installation, überzeugt von Einzigartigkeit, Schönheit, von körperlicher und zeitlicher Zerbrechlichkeit jeder künstlerischen Handlung. Die Unmittelbarkeit der Kommunikation ist für Dirnaichner unverzichtbar, denn sie soll Geist und Herz ohne Verlust erreichen. Die Eleganz seiner Präsentationen ist deren erstes Ergebnis. Geduld beim Kennenlernen, Neugier beim Erfahren, Festigkeit bei der Komposition und flüssige Ausführung sind die Stützen, auf denen die gesamte Arbeit des Künstlers ruht.«

Galleria L’Osanna
Via XX Settembre 34
Nardò / Lecce