Date Archives Februar 2015

Städtische Galerie Traunstein

Die Städtische Galerie Traunstein und der Kunstraum Klosterkirche zeigen noch bis 8. März 2015 die Ausstellung Farbe als Speicher. Helmut Dirnaichner, Angelika Ecker-Pippig, Elisabeth Mehrl.

Im Werk der drei vorgestellten Künstler wird auf unterschiedliche Weise Farbe als Träger von Bedeutung, Licht, Leichtigkeit und Materialität thematisiert.

Helmut Dirnaichner zeigt Skulpturen und Wandarbeiten im Kunstraum Klosterkirche und Städtische Galerie Traunstein

 

„Farben können, befreit von ihrer Aufgabe einen bestimmten Gegenstand zu definieren, über eine Ausstrahlungskraft verfügen, die sich dem Betrachter mehr intuitiv als reflexiv vermittelt. Gerade in der nichtgegenständlichen Kunst, die auf das Abbild der Wirklichkeit weitgehend verzichtet, treten der Dialog kunstimmanenter Kriterien wie Farbe, Form und Komposition in den Mittelpunkt künstlerischen Interesses.“

Wie Judith Bader, Leiterin der Städtischen Galerie Traunstein, in ihrer Einführungsrede zur Eröffnung erläuterte, ist

„das Sehen von Farbe und Form bei allen drei Künstlern, die in dieser schönen und reichen Ausstellung zu entdecken sind, genuine Erkenntnisleistung. (…) Helmut Dirnaichner setzt sich mit den Möglichkeiten einer Farbmalerei auseinander, also mit der Überlegung, wie man die Kräfte der Farbe freisetzt, ohne dafür die Form zu opfern. Die Suche nach der Identität von Form und Farbe wird begleitet von einer intensiven Reflexion über die Beschaffenheit unserer natürlichen Realität, gekoppelt mit einem fundierten Wissen über geologische und erdgeschichtliche Zusammenhänge und einem tiefen Respekt vor den Kräften, den Gesetzen, Ordnungen und der Schönheit der Natur. Helmut Dirnaichner ist kein Maler und kein Bildhauer im engen landläufigen Sinne, seine Arbeiten entstehen nicht mit dem Pinsel und ganz selten nur – so vermute ich jedenfalls – zwingt er dem Stein seine Ideen mit Hammer und Meißel auf und ringt ihm eine bestimmte Form ab. Vielmehr hat Helmut Dirnaichner die Gabe, aus den in Erde und Fels vorhandenen, aber meist verborgen liegenden Schätzen zu schöpfen und deren Qualitäten durch feinfühliges Kombinieren, durch eine strenge und klare Komposition und durch pointierte Akzentuierungen für den Betrachter erkennbar und sichtbar zu machen.“

„Farbe als Speicher.
Helmut Dirnaichner, Angelika Ecker-Pippig, Elisabeth Mehrl“
Mit freundlicher Unterstützung der ARTS Kulturfördervereinigung

Städtische Galerie und Kunstraum Klosterkirche, Traunstein
6. Februar bis 8. März 2015

www.traunstein.de/Kultur

Internationale Buchkunst

Noch bis 31. Mai 2015 ist bei edition & galerie hoffmann, Friedberg / Hessen die Ausstellung
John Carter und Internationale Buchkunst seit 1924 zu sehen.

Die Einzelausstellung ist John Carters Wandobjekten mit ihrem reliefhaften Spiel von Licht und Schatten und ihrer subtilen Farbigkeit gewidmet.
Daneben sind Künstlerbücher zu sehen von:
Josef Albers, Douglas Allsop, Erich Buchholz, Max Burchartz, Cahiers d’arts, Antonio Calderara, Christa de Carouge, Gianni Colombo, Helmut Dirnaichner, César Domela, Karl Duschek, Victor Eisenman, Lars Englund, Mechthild Frisch, Rupprecht Geiger, Hans-Jörg Glattfelder, Hermann Glöckner, Eugen Gomringer, Heijo Hangen, Dietrich Helms, Bruno K., Lajos Kassak, Imre Kocsis, Reinhold Koehler, Jiri Kolar, Konkrete Poesie, El Lissitzki, La lune en rodage, Henri Matisse, Vera Molnar, Marcello Morandini, Bruno Munari, Otto Nebel, Vera Röhm, Dieter Roth, Arno Schmidt, Wolfgang Schmidt, Anton Stankowski.

Die Künstlerbücher stellen in Helmut Dirnaichners Schaffen seit 1979 eine eigene Welt dar, eine intime Dimension, immer neu zu erfahren im Öffnen des Buchs und im Umblättern der Seiten. In den geschöpften Buchseiten sedimentieren sich Landschaft, Geschichte, Erlebnisse, Formen. Es sind Bücher ohne Worte, die durch und durch aus der Materie, von der sie erzählen, bestehen. Das, wovon sie erzählen, machen die Künstlerbücher Helmut Dirnaichners tatsächlich gegenwärtig.

Selce, 1990 Künstlerbuch mit zehn Seiten; Flusskiesel, Kalkstein, Sumpf-Erde, Zellulose; 16 x 13,5 cm.
Selce, 1990
Künstlerbuch mit zehn Seiten; Flusskiesel, Kalkstein, Sumpf-Erde, Zellulose; 16 x 13,5 cm.

Edition und Galerie Hoffmann, Friedberg/Hessen
„John Carter und Internationale Buchkunst seit 1924″
6.12.2014 bis 31.5.2015
www.galeriehoffmann.de

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